Seit über 50 Jahren steht der Name Kandelhardt für „Schöne Dächer“

Das angesehene und über die Grenzen von Gehrden hinaus bekannte Bedachungsunternehmen Kandelhardt feierte im Jahr 2006 sein 50jähriges Geschäftsjubiläum. Gegründet wurde die Firma vor über fünf Jahrzehnten mit der Eintragung eines Dachdeckerbetriebes
in die Handwerksrolle von dem damals 28jährigen Albert Kandelhardt.

Da es in den ländlichen Gegenden üblich war, im Handwerk zwei Berufe zu erlernen -- zum Beispiel Dachdecker in den Sommermonaten
und Hausschlachter in den Wintermonaten, erlernte Albert Kandelhardt von 1942 bis 1945 das Fleischerhandwerk und schloss dieses
mit der Gesellenprüfung ab. Er war kurze Zeit Soldat und kam in Gefangenschaft. Anschließend begann er eine Dachdeckerlehre,
die er erfolgreich mit der Gesellenprüfung abschloß. In den folgenden Jahren war er als Dachdecker in den Sommermonaten und in den Wintermonaten als Hausschlachter tätig

1954 faßte Albert Kandelhardt den mutigen Entschluss zur Selbständigkeit und bereitete sich zunächst auf die Meisterprüfung im Dachdeckerhandwerk vor, im Mai 1956 bestand er diese erfolgreich. Am 15. Juni 1956 eröffnete Dachdeckermeister Kandelhardt seinen eigenen Betrieb in der Schulstraße 13 in Bredenbeck, wo er ein Haus gebaut hatte. Von nun an zeichnete er sich durch hervorragendes fachliches Können und Wissen und unternehmerischen Mut aus.

1964 wurden die Betriebsräume in der Schulstraße zu klein für den expandierenden Handwerksbetrieb. Das Unternehmen wurde in Bredenbeck in den August-Warnecke-Weg 6 verlegt. Beschäftigt wurden zu dieser Zeit 20 Mitarbeiter und Lehrlinge. Im Laufe der
folgenden Jahre entwickelte sich der Betrieb, so dass die Räumlichkeiten in Bredenbeck nicht mehr ausreichten. Der Dachdeckereibetrieb siedelte in eine neue Betriebsstätte nach Gehrden um. Auf einem 5.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Rudolf-Diesel-Straße 5
wurde ein moderner Betrieb nach den neuesten Gesichtspunkten aufgebaut. Seit dem 1. Januar 1986 ist Gehrden der neue Sitz der Firma Kandelhardt.
 
Die Gruppierung der drei Einzelgebäude nimmt die Form traditioneller bäuerlicher Hofformen auf. Der Betrieb setzt einen städtebaulichen Akzent am Gehrdener Stadtrand und leitet mit seiner Gebäudeanordnung wohltuend von der Stadtbebauung in die landwirtschaftlichen
Flächen über.
 
Der Betrieb gewann die Silber-Medaille im Jahr 1986/87 beim Wettbewerb „Industrie, Handel und Handwerk" auf Bundesebene.
Der Kandelhardt'sche Betrieb hat sich zu einem Fachbetrieb entwickelt. In den Bereichen Flachdachabdichtung, Steildacheindeckung, Fassadenbekleidungen, Bauklempnerei und Reparatur sind speziell ausgebildete Fachkräfte eingesetzt, die durch ihr handwerkliches
Können einen hohen Leistungsstand bei der Bauausführung garantieren.
 
Als Handwerksmeister fühlte sich Albert Kandelhardt nicht nur der eigenen Firma verpflichtet, sondern stellt seine Tatkraft frühzeitig in den Dienst der Berufsorganisationen und des Allgemeinwohls des Dachdeckerhandwerks. Schon frühzeitig findet man in den Protokollbüchern
der Dachdecker-Innung Hannover den Namen Albert Kandelhardt, der eine Vielzahl von Ehrenämtern innehatte, so im Landesverband Niedersachsen-Bremen, im Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks und in der Dachdecker-Einkauf-Genossenschaft Hannover und bei der Bauberufsgenossenschaft.Die Weiterentwicklung seiner Dachdeckerzunft und die fachliche Ausbildung des Handwerker-nachwuchses waren Albert Kandelhardt eine wichtige Aufgabe neben seinem beruflichen Engagement in seinem Betrieb.
 
So war er mehr als 24 Jahre Lehrlingswart der Dachdecker-Innung Hannover. Für seine Verdienste im Dachdecker-Handwerk wurde
Albert Kandelhardt mit der goldenen Ehrennadel des Zentralverbandes und des Landesinnungsverbandes ausgezeichnet.