Bitumen

Bitumen wird bei der Erdöl-Aufbereitung in Form einer zähen Masse gewonnen und dient der Abdichtung von Bauteilen sowie für Dachplatten. Bitumen ist schwarz, zähflüssig bis hart und kann durch Erwärmen in einen fließenden Zustand gebracht werden. Bitumen wird in zweit Arten unterschieden: Heiß- und Kaltbitumen. Heißbitumen wird direkt an der Baustelle bei etwa 140 Grad Celsius geschmolzen und auf die zu verarbeitende Stelle, beispielsweise zum Verkleben von bituminösen Dachbahnen, aufgebracht. Kaltbitumen wird herstellerseitig durch spezielle Zusätze verflüssigt. Kaltbitumen wird beim Hausbau häufig zur äußeren Abdichtung des Kellermauerwerks auf dem Isolierputz verwendet.

Dach-Abdichtungen

Dachabdichtungen werden in der Regel aus Bitumenbahnen, Kunststoffbahnen, Kautschukbahnen und Metallbändern erstellt.

Bitumenbahnen bestehen aus Bitumen und verschiedenen Trägereinlagen. Die Bahnen werden mit einer offenen Flamme verschweißt, können aber auch heiß oder kalt verklebt werden. Die Dämmung muss mindestens zweilagig ausgeführt werden. Für die Oberlage der Abdichtung kommt Polymerbitumen zum Einsatz, eine Mischung aus Bitumen mit bis zu 30 Prozent Kunststoff.

Kunststoffbahnen werden stets einlagig verlegt. Die Nähte werden mit Heißluft, Lösemittel oder auch mit Dichtbändern verschweißt. Es sind auch nach Baumaß vorgefertigte Planen erhältlich, die nur noch auf dem Dach ausgelegt und befestigt werden müssen.

Kautschukbahnen sind Abdichtungsbahnen für Dach- und Bauwerksabdichtung aus Synthese-Kautschuk. Die Verlegung erfolgt einlagig, lose, unverklebt oder vollflächig verklebt. Die Stöße werden mit Kontaktklebern oder Schweißnahtbändern verbunden.

Relativ selten kommen auch die teureren Metallbänder als Abdichtungs-Material zum Einsatz. Sie müssen verschweißt werden.